Imkerverein Beerfelder Land

Herzlich Willkommen auf unserer Webseite

Bedeutung der Honigbienen

In den gemäßigten Breiten sind Honigbienen die wichtigsten Bestäuber von Blütenpflanzen.   
Rund 80 Prozent aller Pflanzenarten sind auf eine Fremdbestäubung   angewiesen und davon werden wiederum ca. 80 Prozent durch Honigbienen bestäubt. Außerdem sind sie wegen des Honigs und des Wachses auch Nutztiere.   Die weltweite Wirtschaftsleistung der Honigbienen und anderer   bestäubenden Insekten ist etwa 153 Milliarden Euro wert. In Deutschland erreicht der Nutzwert der Tiere etwa vier Milliarden Euro. Damit ist die  Honigbiene nach Rindern und Schweinen das drittwichtigste Nutztier. Der Nutzwert ergibt sich aus der Bestäubung der 100 wichtigsten Kulturpflanzen

Produkte der Honigbiene              

sind neben Honig auch Bienenwachs, Pollen, Bienengift, Gelée Royale und Propolis sowie
der aus Honig gewonnene Met.

Die Honigbiene (Rasse: Carnica)

Die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), auch Krainer Biene genannt, ist eine natürlich entstandene Rasse (Unterart) der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera).                                      
Von den Imkern wird sie auch einfach Carnica genannt.

Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassengruppe und ist nur in den Regionen südlich der Alpen autochthon (ursprünglich) beheimatet. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und hat dabei die nördlich der Alpen beheimatete Dunkle Europäische Biene fast vollständig verdrängt. Gründe waren die größere Volksstärke und der damit zu erreichende höhere Honig-Ertrag.

Da   die Kärntner Biene vom südöstlichen Alpenklima geprägt wurde, kommt sie  mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht. Die Feuchtigkeit und  Unbeständigkeit des Meeresklimas bereitet ihr Schwierigkeiten. Deswegen  ist sie auch in England, Frankreich und Skandinavien kaum verbreitet.  Die Kärntner Biene ist sanftmütig, hat aber im Gegensatz zu einigen  anderen Rassen einen erhöhten Schwarmtrieb.

Aus Veröffentlichungen des großen Kärntner Carnica-Züchters Hans Peschetz (Autor von Der Weg zur besten Honigbiene und Vom Anfänger zum Meister: Das Carnica Buch)   geht jedoch hervor, dass es in Kärnten ein „Bienen-Rassen-Misch-Masch“   gab und erst 1929 die Carnica (Stamm Glockner) vom Fuße des   Großglockners in Kärnten gezüchtet und vermehrt wurde. Es gibt derzeit   in Kärnten Bienen mit einem relativ hohen Carnica-Anteil, aber nur ca.   50 Carnica-Züchter.

Im Bienenstock gibt es drei Typen von Bienen, die sich in Größe und Körperform unterscheiden. Die Königin   ist etwas größer und hat einen langen und schlanken Hinterleib, der die  Flügelspitzen weit überragt. Sie ist normalerweise das einzige voll   entwickelte Weibchen im ganzen Stock, sozusagen die Mutter des gesamten  Bienenstaates. Die große Masse des Volkes wird von den Arbeiterinnen gebildet, zigtausend kleineren Weibchen, deren Ovarien im Vergleich zur Königin viel kleiner und wesentlich weniger leistungsfähig, aber dennoch voll funktionsfähig ausgebildet sind.

Von einer gesunden Königin wird fortlaufend eine Botenstoffmischung, die sogenannte Königinnensubstanz   (englisch: Queen Mandibular Pheromone – QMP), aus ihren Mandibeldrüsen   in den Stock abgegeben. Das in dieser Mischung enthaltenen Pheromon namens 9-Oxo-trans-2-Decensäure   unterdrückt bei den Arbeiterinnen die Funktion ihrer Ovarien und damit   eine mögliche Eiablage. Aus unterschiedlichen Gründen kommt es bei der   einen oder anderen Arbeiterin gelegentlich dazu, dass die Pheromone der  Königin nicht wie beabsichtigt wirken und diese Arbeiterin dann Eier  legt. Deshalb kontrollieren sich alle Arbeiterinnen ständig gegenseitig,  ob eine von ihnen doch Eier legt, welche dann von den anderen  Arbeiterinnen oder der Königin unverzüglich abgetötet werden.


Zur Zeit, in der auch Schwärme möglich sind, etwa von April bis Juli, gibt es als dritten Phänotyp auch noch ca. 500 bis maximal 2000 Drohnen im Bienenvolk. Diese sind größer als die Arbeiterinnen und fallen durch ihre plumpe, gedrungenere Körperform und ihre großen Augen auf. Sie besitzen als männliche Tiere keinen Giftstachel. Ihre Antennen   sind darauf spezialisiert, den Pheromonduft von jungen Königinnen   aufzunehmen, um sich dann hoch in der Luft (im Flug) mit diesen zu   paaren.

Wer  Bienen in seiner Nähe hat, aber noch nicht gestochen wurde, sollte sich  ruhig verhalten. Bienen stechen nur, wenn sie sich oder ihren Bau  unmittelbar bedroht oder angegriffen sehen. Bienen, die im Garten  beispielsweise auf Blütenbesuch sind, um Nektar und Pollen zu sammeln,  sind keinesfalls aggressiv. Ein ruhiger Summton und langsames  Herumfliegen von Blüte zu Blüte signalisiert „gute“ Laune bei der Biene,  ein hochfrequentes, „schrilles“ Summen sowie nervöses Zickzackfliegen  zeigt eine misstrauische und verteidigungsbereite Biene. Intensive,  fremde Gerüche (Haarpflegemittel, Aftershave und Parfüm, Alkoholfahne, Mentholbonbons   u. Ä.) sowie schlagende, abwehrende Bewegungen können Bienen, aber auch  Wespen und Hornissen, ebenfalls in Aggression versetzen.

Selbst   eine Biene auf der Nase sondiert nur ihre Umgebung und beabsichtigt in   der Regel keinen Übergriff, ganz im Gegensatz zu einer Mücke.

Eine   einzelne Biene, eingeschlossen in einem Zimmer, lässt sich mit bloßer Hand aus dem Zimmer tragen, wenn man nicht versucht sie einzufangen,   sondern sich ihr stattdessen langsam nähert und sie auf die Hand   krabbeln lässt. Sollte die Biene dabei Anzeichen von Unruhe anzeigen,   sollte man stehen bleiben, sich nicht bewegen und die Aktion kurzzeitig unterbrechen.

Eine weitere einfache Methode, Bienen (oder andere Insekten) einzufangen und aus einem Raum zu transportieren, geschieht   mit Hilfe einer leeren Streichholzschachtel: Diese wird zu zwei Dritteln   aufgeschoben und dann mit der Öffnung über das zu fangende Insekt   gestülpt. Daraufhin kann man die Schachtel langsam zuschieben, wodurch   das Insekt in die Schachtel geschoben wird. Dann kann man es   hinaustragen und dort frei lassen. Man kann auch ein Trinkglas über die Biene stülpen, dann vorsichtig ein Blatt Papier darunterschieben und   dann nach draußen tragen.


Ein Bienenschwarm,   der sich im Garten an einem Baum niederlässt, ist in der Regel   friedfertig und neigt überhaupt nicht zum Stechen. Selbst im Augenblick der Ankunft, wenn sich also eine Wolke von bis zu 25.000 Bienen nähert,   besteht kaum Gefahr; man kann einen solchen Schwarm aus der Nähe   beobachten, muss allerdings damit rechnen, als Lande- oder kurzzeitiger Ruheplatz von einzelnen Bienen auserkoren zu werden. Sinnvoll ist es, so  bald wie möglich einen Imker   zu verständigen, der den Bienenschwarm einfängt. Wo kein Imker bekannt   ist, helfen Feuerwehr, Polizei, Stadtverwaltung oder Umweltamt, die   Kontakte zu Imkern unterhalten, weiter.

Quelle: Wikipedia


Wir erstellen gerade Inhalte für diese Seite. Um unseren eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden benötigen wir hierfür noch etwas Zeit.

Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!